Leanne Ussher
Leanne ist eine unabhängige Ökonomin, die sich auf die Gestaltung lokaler Währungen und Buchhaltungssysteme spezialisiert hat, die ortsbasierte, regenerative Ökonomien unterstützen. Sie hat einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften von der New School for Social Research, bekannt für ihren heterodoxen Ansatz. Ihre Veröffentlichungen umfassen agentenbasierte Modellierung, Währungsdesign, Token-Ökonomie und die Geschichte des ökonomischen Denkens.
Leanne verbrachte zwei Jahrzehnte damit, Mainstream-Ökonomie zu lehren und zu kritisieren – die Theorie mit der Praxis zu verbinden – an Universitäten wie dem Queens College CUNY, der UMass Boston und dem Bard College. Vor ihrer akademischen Laufbahn arbeitete sie als Wertpapieranalystin bei der Reserve Bank of Australia. Nach ihrer Zeit an der Universität wechselte sie zur praktischen Gemeinschaftsarbeit und arbeitete mit einer Vielzahl von Unternehmens-, NGO- und Basisinitiativen zusammen, darunter Consensys, French Development Agency (AFD), Wolfram Blockchain Labs, Valueflows, Grassroots Economics, ThriveOn!, Hudson Valley Current und die Economic Space Agency.
Global arbeitet Leanne mit Gemeinschaften und Geldgebern zusammen, um postkapitalistische, Web3 regenerative Protokolle mitzugestalten. Sie entwickelt „Living Labs“ mit lokalen Gruppen, um programmierbare Währungen zu schaffen, die ökologische Wiederherstellung, kooperative Ökonomie und dezentrale Koordination fördern.
Sie ist derzeit Fellow am Center for Civic Engagement des Bard College, Associate Editor von Frontiers in Blockchain und Direktorin der Bowralea Farm in Australien, wo sie aktiv an lokalen ökologischen Initiativen beteiligt ist.
Logos & GrowGood: Gemeinschaftseigene Ökonomien
Podcast mit Sterlin Lujan
Einleitung Wie sieht eine postkapitalistische Wirtschaft aus und wo ist Wert tatsächlich verortet? In dieser Deep-Dive-Session aus dem Logos Thursday X Space diskutiert die heterodoxe Ökonomin und Geldtheoretikerin Leanne Ussher gemeinsam mit Gastgeber Sterlin Lujan die Grenzen gemeinschaftseigener Ökonomien. Das Gespräch zeichnet eine faszinierende Linie wirtschaftlicher Experimente nach – vom „Wunder von Wörgl“ während der Weltwirtschaftskrise und dem Sardex-Netzwerk auf Sardinien bis hin zu modernen Implementierungen wie Will Ruddicks Sarafu-Währung im Kibera-Slum von Nairobi. Jenseits theoretischer Rahmenwerke konzentriert sich diese Diskussion auf praktische Anwendungen: die Kartierung materieller, ökologischer und menschlicher Ströme, um Werte zurückzugewinnen, die die Mainstream-Ökonomie bewusst ignoriert.
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GrowGood Myzel
Teil 1: Ökonomie der Digitalen Gemeingüter
GrowGood ist eine ambitionierte Open-Source-Digitalplattform, die entwickelt wurde, um Landwirte dabei zu unterstützen, ihre Praktiken in Richtung regenerativer Landwirtschaft neu auszurichten. Wir sind Teil einer Bewegung und eines umfassenderen Wandels hin zur Planetary Civics (planetare Bürgerschaft), die auf zwei Realitäten basieren, die Zehra Zaidi & Indy Johar (2024) als prägend beschreiben: Erstens gibt es ein Erwachen des planetaren Bewusstseins hinsichtlich des Ausmaßes planetarer Herausforderungen. Gruppen von Stakeholdern haben erkannt, dass nur begrenzt Zeit bleibt, um zerstörerische Wege zu korrigieren, und haben begonnen, zu experimentieren und neue Vorschläge zu entwickeln.
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Doughnut Ökonomie und GrowGood
Ausrichtung der Farmverwaltung an einem blühenden Planeten
Einleitung Kate Raworths “Doughnut Ökonomie” präsentiert ein überzeugendes Modell für Wohlstand im 21. Jahrhundert, das die endlose Jagd nach BIP-Wachstum zugunsten eines ausgewogeneren Ziels ablehnt. Der “Doughnut” selbst ist ein visuelles Rahmenwerk, das einen sicheren und gerechten Raum für die Menschheit darstellt. Er besteht aus zwei konzentrischen Ringen: Die soziale Grundlage (innerer Ring): Dieser umreißt die grundlegenden Lebensstandards – wie Nahrung, Wasser, Wohnraum und politische Stimme –, unter die niemand fallen sollte. Die ökologische Obergrenze (äußerer Ring): Dies stellt die neun planetaren Grenzen dar, wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust, die die Menschheit nicht überschreiten darf, um die Lebenserhaltungssysteme der Erde zu schützen. Ziel ist es, innerhalb des grünen Rings des Doughnuts zu agieren: dem Raum, in dem wir die Bedürfnisse aller Menschen innerhalb der Mittel des lebenden Planeten erfüllen können.
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